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News-Detail

WSV Bund.de informiert

Stand der aktuellen Infrastrukturarbeiten

Stand der Vorplanung 2022 zu Bad Salzig.

Laut derzeitiger haushalterischer Situation kann eine Umsetzung nicht vor 2024 erfolgen.

Der geplante Gefahrgutliegebereich wird im Plan mit bis zu 2 Kegel ausgewiesen, dieser Bereich kann im Bedarfsfall für 3 Kegelschiffe freigegeben werden.

 

Geplanten Ruhehäfen am Rhein (Niederrhein).

Die Variante des geplanten Hafen in Ossenberg ist die Vorzugsvariante, die Planungen zu Niedermörmter befinden sich derzeit noch auf Vorplanungsebene.

Mit dem geplanten Bau von Ruhehäfen am Niederrhein soll eine Liegemöglichkeiten in Ossenberg für 35 GMS und 6 Gefahrgutschiffe (1 Kegel) und in Niedermörmter für 44 GMS und 6 Gefahrgutschiffe (1 Kegel) zwischen Duisburg und der Grenze zu den Niederlanden geschaffen werden.

Die Schiffe sollen dort jeweils an Pontons mit einer Belegung von 3 Schiffen pro Seite festmachen können, um hier die Möglichkeit des Übernachtens der Schifffahrtstreibenden zu ermöglichen und damit auch die Verkehrssicherheit auf dem Rheinstrom zu erhöhen. Als Standorte sind ehemalige Auskiesungen im Bereich Ossenberg (Stadt Rheinberg) und Niedermörmter (Stadt Kalkar) vorgesehen.

Momentan werden für den Ruhehafen Ossenberg die Planfeststellungsunterlagen erstellt. Gleichzeitig werden Kompensations- und Ersatzflächen untersucht und der Erwerb hierfür vorbereitet.

 

Mainz-Zollhafen

Das Planfeststellungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Daher ist es derzeit nicht möglich weitere Aussagen zur Liegestelle zu treffen.

 

Köln-Rheinauhafen

Die rund 1,3 km lange Liegestelle Rheinauhafen (Außenseite) mit Landgangmöglichkeit befindet sich zwischen Südbrücke (Eisenbahnbrücke) und Severinsbrücke von Rhein-km 685,9 bis 687,2 am linken Ufer. Die neue Liegestelle erhält 8 Liegeplätze bestehend aus 38 Anlegedalben aus Stahlrohren mit Seiten- und Kopfpollern. Die Zugänge zur Promenade werden durch 10 stromparallele Treppen mit Landgangstegen realisiert.

 

Bisher wurden die Bohrarbeiten für die Kampfmitteluntersuchung sowie die Baugrunderkundung und für die spätere Bauausführung abgeschlossen.

Derzeit laufen die detaillierten Entwurfsplanungen auf der Grundlage des Baugrundgutachtens. Auch wurden bereits die Arbeiten für die Planung und spätere Ausführung der Landstromanschlüsse vergeben.

Noch in 2022  sollen die Bauleistungen für den Stahlwasser- und Stahlbau ausgeschrieben werden und Anfang nächsten Jahres beauftragt werden. Die Bauarbeiten sollen dann im Jahr 2023 ausgeführt und Anfang nächsten Jahres beauftragt werden. Die Bauarbeiten sollen dann im Jahr 2023 ausgeführt werden, so dass nach bisheriger Planung mit einer Fertigstellung der Liegestellen bis Ende des Jahres 2023 zu rechnen ist. Die Baukosten belaufen sich auf ca. 10.000.000 Euro.

 

Zu den Infrastrukturarbeiten WDK:

Die Großen Schleusen am Wesel-Datteln-Kanal (WDK) sind über 90 Jahre alt und müssen für einen weiterhin verlässlichen Betrieb der Wasserstraße ersetzt werden. Derzeit kann der Kanal mit 2,80 m abgeladenen übergroßen Großmotorgüterschiffen (üGMS) bzw. Schubverbänden (SV) befahren werden.

Mit dem Ersatz der 6 Großen Schleusen, der Vertiefung für das 3,40 m abgeladene GMS und SV bis Marl und der Erhöhung der Brückendurchfahrtshöhen auf ein Mindestmaß von 5,25 m für den uneingeschränkten zweilagigen Containerverkehr soll die Leistungsfähigkeit und Verlässlichkeit des Kanals gesteigert werden.

Im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans 2030 wurde das Projekt in die Dringlichkeitsstufe „Vordringlicher Bedarf - Engpassbeseitigung (VB-E)“ eingestuft. Mit dem im Dezember 2016 in Kraft getretenen Bundeswasserstraßenausbaugesetz wurde der Bedarf für den Ausbau des WDK per Gesetz festgestellt. Durch die Aufnahme in das Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz besteht die Möglichkeit, dass das Baurecht durch ein Maßnahmengesetz geschaffen werden kann.

Mit dem Bundeshaushalt 2020 wurden der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) für das WDK-Projekt Stellen zugewiesen. Diese konnten zwischenzeitlich größtenteils besetzt werden.

Der erste Schritt besteht aus einer umfassenden Grundlagenermittlung sowie Voruntersuchungen zur Konkretisierung der erforderlichen Baumaßnahmen im Kanalabschnitt zwischen dem Rhein und Marl. Der Fokus wird hierbei im Sinne einer nachhaltigen Betriebssicherheit des WDK insbesondere auf den Maßnahmen im Kontext zum Ersatz der über 90 Jahre alten Schleusenbauwerke und der für die Wasserbewirtschaftung an jedem Schleusenstandort erforderlichen Pumpwerke liegen.

Mit Genehmigung des Entwurf-HU für die Planungsphase der Maßnahmen innerhalb des Kanalabschnittes zwischen dem Rhein und Marl durch das BMDV wurden Ende 2021 die Weichen für die notwendigen Vergaben von Planungsleistungen an Ingenieurbüros gestellt. Grundvoraussetzung für Baumaßnahmen an den großen Schleusen des WDK sind, zur Sicherstellung eines reibungslosen Schiffsverkehrs auf der Ost-West-Achse des Westdeutschen Kanalnetzes, der Ersatzneubau der Nordschleuse Wanne-Eickel am Rhein-Herne-Kanal („Bypassfunktion“) bis 2030 und die „Grundinstandsetzung der Kleinen Schleusen am WDK“, welche voraussichtlich bis 2026 abgeschlossen sein wird.

Derzeit werden die Ingenieurverträge für die Voruntersuchung vorbereitet. Weitere Abstimmungen laufen bereits mit der BAW hinsichtlich Ausbauquerschnitten, Baugrund- und Grundwassersituation.